Robert Galbraith – Der Tote mit dem Silberzeichen

Als in einem Tresorraum eines Silberhändlers eine verstümmelte Leiche gefunden wird, geht es nicht gleich um die Tätersuche. Der Ermordete ist schwer zu identifizieren. Es gibt mehrere vermisste Personen auf die die Opferbeschreibung passen könnte. Die Polizei ist unsicher, legt sich auf einen verurteilten Straftäter fest. Zusätzlich zum Leichenfund wird ein Silberschatz vermisst. Der Besitzer des Geschäfts hat sich auf Freimaurersilber spezialisiert und vor dem Leichenfund wurde eine wertvolle Lieferung in den Tresorraum eingelagert. Vom Silber fehlt jede Spur. Die Detektei von Cormoran Strike und Robin Ellacott wird von Decima Mullins um Hilfe gebeten. Sie glaubt das es sich bei der Leiche um ihren Freund handelt. Der ist spurlos verschwunden. Strike übernimmt den Fall. Obwohl seine Klientin fest überzeugt ist, dass es sich bei der Leiche um ihren Freund handelt, muss Strike sich auch um die anderen Möglichkeiten zur Identität des Toten befassen. Der Fall entwickelt sich als kompliziert und sehr aufwendig. Zusätzlich hat Strike weitere Probleme. Es gibt einflussreiche Personen, die ihn über die Presse diskreditieren wollen. Das kann seine mühsam aufgebaute Detektei gefährden und damit auch die Zukunft seiner Geschäftspartnerin Robin Ellacott. Außerdem ist ihm klar geworden, dass er für Robin mehr als nur Freundschaft empfindet. Robin steckt in einer Beziehung, die sich zu verfestigen scheint. Strike setzt sich deshalb unter Druck. Er befürchtet das Robin in Kürze einen Heiratsantrag erhält und er sie damit auch als Partnerin verlieren könnte.

Robert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling. Mit den Detektiven Cormoran Strike und Robin Ellacott ist ein außerordentliches Dreamteam entstanden. Inzwischen ermitteln sie in ihrem 8. Fall. Auch dieser Roman ist seht umfangreich. Auf mehr als 1200 Seiten wird nicht nur ein mysteriöser, undurchsichtiger Fall entwickelt, sondern auch die sehr komplexe Beziehung zwischen Robin und Cormoran. Wie bereits von Galbraith bekannt, wird die Story sehr detailliert dargestellt. Aufgrund des hervorragenden Erzählstils versinkt man regelrecht in diesem umfangreichen Roman. Leider ist diese ausführliche Erzählweise bisweilen auch anstrengend. Zu viele Personen tragen zur Verwirrung bei. Man muss sich immer wieder in Erinnerung rufen wer wohin gehört. Bemerkenswert wie immer die hervorragenden Charakterbeschreibungen und Plots. Fazit: Ein faszinierendes Buch darf gern umfangreich sein.

Text: Jutta Engelmayer
Robert Galbraith – Der Tote mit dem Silberzeichen, HC, 32€
blanvalet, 978-3-7645-0959-0

Please follow and like us:

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.