Tess Gerritsen – Blutzeuge

Die Filmemacherein Cassandra Coyle wird tot in ihrem Bett gefunden. In den Händen hält sie ihre Augäpfel. Die Augen wurden post mortem entfernt. Die Todesursache bleibt für die Rechtsmedizinerin Maura Isles unklar. Kurze Zeit später wird die Leiche eines Mannes gefunden. Sein Körper sieht wie eine Zielscheibe aus. Mehrere Pfeile stecken in seinem Brustkorb, aber das war nicht die Todesursache. Detective Jane Rizzoli erkennt Zusammenhänge zwischen den symbolischen Darstellungsformen an beiden Leichen. Sie findet aber keine Verbindung zwischen den Opfern. Nur der Zufall führt sie auf eine Spur eines alten Falls von Kindesmisshandlung in einem katholischen Kinderhort. Damals verschwand ein Mädchen spurlos. Die Betreiber und deren Sohn wurden beschuldigt und verurteilt. Auch Maura Isles wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Ihre leibliche Mutter liegt sterbenskrank auf einer Intensivstation und will ihre Tochter sehen. Maura weiß noch nicht lange wer ihre Mutter ist, denn sie ist ein Adoptivkind. Ihre leibliche Mutter ist eine mehrfache Mörderin. Nur wiederstrebend sucht sie die Intensivstation auf. Als Mauras Telefon klingelt und sie von Jane Rizzoli zum Tatort von Cassandra Coyle beordert wird, lächelt ihre Mutter. Die amerikanische Schriftstellerinnen Tess Gerritsen gehört seid Jahren zu den führenden Thrillerautoren. Ihr Team Jane Rizzoli und Maura Isles sind befreundet und ermitteln gemeinsam. Detective Rizzoli bei der Bostoner Polizei und Maura Isles im Obduktionssaal der Rechtsmedizin. Diesmal haben sie es mit einem Serienmörder zu tun, der grausame Symbole hinterlässt. Wieder schafft es die Autorin Charakterportraits mit Tiefgang zu erfinden. Obwohl der Täter eiskalt und verstörend handelt, ist die Story beunruhigend stimmig.

Text: Jutta Engelmayer
Tess Gerritsen – Blutzeuge, HC, 416S.,19,99€
Limes, 20.11.2017, 978-3-397319-8

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