Anne Perry – Letztes Stunde im Hydepark

Staatsschutzleiter Thomas Pitt wird von höchster Stelle um einen Auftrag gebeten. Die Königin wünscht das Pitt den Tod eines Mannes untersucht, den sie selbst beauftragt hatte, einen Vertrauten ihres Sohnes zu beschatten. Jetzt ist dieser Spion unter merkwürdigen Umständen ums Leben gekommen. Sein Tod wird als Bootsunfall mit tödlichem Ausgang deklariert. Pitt kann den Fall nicht ablehnen und er beginnt in höchsten Kreisen Informationen zu sammeln. Der Vertraute des Prinzen ist ein dubioser Mann, der erfolgreich Pferde züchtet. Die Besten Tiere bekommt der Prinz. Der Kronprinz ist Anhänger von Pferderennen und lässt nichts auf seinen Freund kommen. Als er erfährt, dass Pitt Nachforschungen anstellt ist er sehr ungehalten. Pitt untersucht den Bootsunfall und stellt, dass die Todesursache verdächtig nach Mord aussieht. Er muss außerordentlich vorsichtig agieren um Beweise für seine Vermutung zu sammeln. Er entdeckt ein Verbrechen von weit größerem Ausmaß, der das Imperium in große Gefahr bringen kann. Anne Perry gehört zu den Grand Dame der britischen Kriminalliteratur. Ihre Romane mit Thomas Pitt spielen im spätviktorianischen England. Der vom Kriminalkommissar zum Leiter des Staatsschutzes aufgestiegene Pitt ist mit dieser Geschichte vielleicht bei seinem letzten Fall angekommen. Immerhin ist die 1938 geborene Autorin in ihrem 80igsten Lebensjahr. Gewohnt souverän erzählt ist dieser Fall, der die Monarchie in höchste Gefahr bringt. Und wenn Pitt wirklich das letzte Mal ermittelt, sollte man diesen Roman Zeile für Zeile genießen. Es lohnt sich.
Text: Jutta Engelmayer
Anne Perry – Letztes Stunde im Hydepark, TB, 416 S.,9,99€
Heyne Verlag, 9-783-453422254

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