John Grisham – Das Bekenntnis

Was passiert wenn ein guter Mensch einen anderen guten Menschen tötet? Was ist der Grund?
Pete Banning ist ein angesehener Bürger. Er ist Kriegsveteran, Landbesitzer, Vater und ein angesehenes Gemeindemitglied. Eines Morgens wacht er auf, fährt in die Stadt und erschießt Reverend Dexter Bell von der Methodistengemeinde. Anschließend stellt er sich. Keiner kann die offensichtlich geplante Tat begreifen, erfassen, nachvollziehen.
Pete Banning kommt ins Gefängnis. Er gesteht die Tat und wird zum Tode verurteilt. Nie erwähnt er den Grund seines Handelns. Seine Kinder sind auf sich gestellt und müssen mit dieser unfassbaren Tat leben. Sie verlieren nicht nur ihren Vater, sondern ihr Land, ihr Zuhause und ihren guten Namen. Mit diesem Drama müssen sie weiterleben.
Der amerikanische Bestsellerautor John Grisham erzählt in diesem Roman die Geschichte einer Familientragödie. Der Protagonist ist Besitzer einer Baumwollplantage in Mississippi. Er ist Kriegsveteran und war lange Zeit verschollen. Er ist Vater von zwei Kindern und lebt von seiner Frau getrennt. Sie ist durch ihn in eine Nervenklinik eingewiesen worden.
Das ist viel Stoff für einen Roman und leider vertieft sich Grisham sehr in den Charakter seines Protagonisten, ohne zu viel preiszugeben. Es ist in einigen Teilen des Romans schwierig Bannings Charakter zu folgen. Die Motive sind verständlich, aber schwer zu begreifen. Der Schluss ist unerwartet und stimmt nachdenklich. Es stellt sich die Frage: Was wäre, wenn?

Text: Jutta Engelmayer
John Grisham – Das Bekenntnis, HC, 24€
Heyne, 978-3-453-27213-2