Christof Weigold – Der Mann der nicht mitspielt

Der Autor entführt den Leser in das junge, aber bereits berühmt und berüchtigte Hollywood. Hardy Engel ist ein deutscher, erfolgloser Schauspieler, der wie viele Andere auf seine Change wartet. Vergeblich, deshalb eröffnet er in seiner schäbigen Mietwohnung ein Detektivbüro. In Deutschland war er vor dem ersten Weltkrieg Polizist, anschließend Soldat. Diese Kenntnisse will er in seinen neuen Beruf einbringen. Durch eine Empfehlung klopft eines Tages eine junge, schöne Frau an seine Bürotür. Hardy Engel erhält von ihr den Auftrag Virginia Rappe, ein Starlet mit fragwürdigem Ruf, zu suchen. Das Starlet ist als Partygirl stadtbekannt. Er findet sie in San Franzisko in einem Luxushotel. Dort feiert der berühmte Komiker „Fatty“ Roscoe Arbuckel eine frivole Party. Kurze Zeit später ist Virginia tot. Fatty wird verdächtigt die Schauspielerin mit einer Flasche vergewaltigt zu haben. Das Starlet starb an den Folgen der Verletzungen. Der berühmte Komiker wird in den folgenden Prozessen nicht verurteilt, ist aber beruflich ruiniert. Hardy Engel wird in den Sumpf der großen Studios hineingezogen und was er dort entdeckt ist ein riesiger Skandal. Christof Weigold verknüpft in seinem ersten Roman mit dem Ermittler Hardy Engel reale Mordfälle in Hollywood mit Fiktion. Wer die Bücher „Hollywood Babylon“ von Kenneth Anger kennt, der sich ausgiebig mit den Skandalen in der Filmmetropole befasst hat, darf sich noch auf einige Fälle freuen, die der deutsche Detektiv Hardy Engel zukünftig zu lösen hat. Dieser Auftakt Roman hat alles was einen guten Krimi ausmacht: einen glamourösen, skandalträchtigen Schauplatz und einen vielschichtigen Detektiv, der bei der Aufklärung seiner Fälle jede Menge einstecken muss.
Text: Jutta Engelmayer
Christof Weigold – Der Mann der nicht mitspielt, geb., 640 S., 22€
Kiepenheuer und Witsch, 978-3-462-05103-2

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